Liebe Mitglieder, Freunde, Patinnen... von Anam Cara Network e.V. Advent 2025 ...
Vielen Dank für Eure Unterstützung - wir haben weitere Fortschritte gemacht - und es gibt noch viel zu tun...

Durch die gespendeten Schulbusse haben wir viele neue Tagesschüler hinzugewonnen. Das hilft uns sehr, mit den alltäglichen Kosten für Gebäude, Löhne, Verpflegung ... zurechtzukommen.
Statt der vormals 160 Kinder besuchen nun 325 Kinder das REC - das ist fantastisch.

Es gibt dennoch immer wieder viel zu tun, um den großen Herausforderungen mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden, gerecht zu werden.
Ein paar Gedanken, die uns Abdul - Rose´s Sohn schrieb:
Nach dem Tod von Rose leitet er zusammen mit dem Lehrerkollegium das Rose Education Centre. Abdul macht einen tollen Job - er ist gerade mal 25 Jahre alt...
"Hallo Thomas und Friederike, liebe Mitglieder von Anam Cara,
wie geht es euch?
Gesundheitlich ging es mir zeitweise nicht so gut, aber Gott sei Dank geht es mir jetzt wieder viel besser. Auch meine Großmutter war krank, und ich war mit ihr und anderen Verwandten in Arusha, wo sie im Krankenhaus behandelt wurde.
Ich mache mir immer wieder viele Sorgen und habe oft sehr viel zu tun, vor allem auf dem Land, da es Probleme mit der Lebensmittelversorgung gibt. Von Januar bis Dezember Geld für Lebensmittel aufzutreiben, ist nicht einfach für uns und vor allem sehr teuer. Manchmal brauchen wir viel Zeit, um außerhalb unserer Heimat, in anderen Regionen Farmen zu pachten, da nicht alle Pflanzen bei uns wachsen bzw unser Land nicht groß genug ist, um alles selbst anzubauen. Alle Lebensmittel auf dem Markt zu einzukaufen wäre für uns unmöglich.
Wir haben einige Probleme in unserer Küche. Wir kochen für ca 370 Personen auf offenem Feuer und verbrauchen dafür sehr viel Brennholz. Der Koch-Prozeß ist dadurch sehr aufwendig und langwierig. Und auch die Gesundheit der Köchinnen leidet darunter sehr, da sie sehr viel von dem Rauch einatmen."

"Der Rohbau von Küche und Mensa ist schon seit geraumer Zeit fertig, jedoch übersteigt die Fertigstellung von Küche und Mensa unsere Möglichkeiten bei weitem. Der Bau des gesamten Speisesaals und der Küche wird viel Geld und Zeit kosten."
 "Natürlich wäre eine Mensa schön, sodass unsere Kinder nicht mehr bei Wind und Wetter auf der nackten Erde sitzen müssten, um zu essen..."
"Wir haben in der Zwischenzeit auch zwei neue Klassenräume gebaut. Der letzte Schritt des Rohbaus war das Dachdecken, was uns am meisten Kopfzerbrechen bereitete. 4,3 Millionen TSH (1500 €) sollten für das Dach reichen, da wir noch etwas Holz haben, das wir vor dem Einsturz des Gebäudes gekauft haben. ....aber dann fehlt natürlich immer noch die Fertigstellung der Klassenzimmer und die Einrichtung mit Schulmöbeln, Tafeln etc..."

Der Rohbau der neuen Klassenräume war bei unserem letzten Besuch im Februar schon nahezu fertiggestellt. Durch ungewöhnlich starke, langanhaltende Regenfälle und sehr heftige Stürme wurde der Rohbau nahezu komplett zerstört. Auch die Schulmauer stürzte auf einer Länge von fast 100 Metern in sich zusammen. Also auch hier macht sich der Klimawandel in Form von sehr ungewöhnlichen Wetterverhältnissen stark bemerkbar.
Die Schulküche und Speisesaal für die Schüler sind noch nicht fertig - durch die vielen anderen Herausforderungen blieb der Bau bisher unvollendet. Das bedeutet, viel Geld und Arbeit wurden bereits einesetzt, liegen jedoch brach und können nicht genutzt werden, solange Schulküche und Speisesaal nicht fertiggestellt sind.
 Der Bau von Schulküche und Mensa ist eine unserer größten Herausforderungen - bisher steht nur der Rohbau
was zur Zeit benötigt wird bzw auf Fertigstellung wartet: #Fertigstellung von Küche und Mensa (ca € 25 000) #Fertigstellung der Klassenzimmer (ca € 4000) #Lehrertoiletten (ca € 2500) #Stühle und Tische (mindestens 60 Stühle und 60 Tische) (ca € 4000) #weiter 25 Sponsoren/Pat*innen für Waisenkinder, die Unterstützung benötigen #Mehr Schulfbücher, Fachbücher und Bilderbücher #Drucker und Kopierer #Sportgeräte wie Bälle, Trikots und Tornetze...
Wir sind sehr stolz, dass das Rose Education Centre zu den ganz wenigen Schulen gehört, die immer wieder Waisenkinder aufnimmt, ...ihnen ein freundliches Zuhause bietet und ihnen Schulbildung ermöglicht. Inzwischen besuchen ca 80 Waisenkinder und viele von Armut betroffene Kinder das Rose Education Centre.
Durch Eure Hilfe haben wir es geschafft, dass diese Waisen eine hervorragende Schulausbildung erhalten.
22 Waisenkinder besuchen sogar weiterführende Schulen - Secondary School (Klasse 8-13), 3 Kinder besuchen ein berufsvorbereitendes College und 3 "Kinder" studieren an der Universität.
Auch das ist natürlich mit Kosten verbunden: Für die 22 Secondary-Schüler*innen entstehen Kosten von ca 10 000 Euro im Jahr. ...für Schulgebühren, Übernachtung, Verpflegung, Schulbücher... d.h. die Schulausbildung für 1 Secondary-Kind kostet ca 500 Euro im Jahr.
Für die 3 jungen Erwachsenen, die die Uni besuchen, fallen Kosten in Höhe von 5000 Euro im Jahr an. ...Schulgebühren, Übernachtung, Verpflegung, Schulbücher... d.h. die Universitätsausbildung für 1 Student*in kostet ca 1500 Euro im Jahr /125 Euro im Monat. Und da ist noch nicht einmal ein bißchen Taschengeld dabei....
Das erscheint vielleicht viel - jedoch... ...diese junge Menschen, die eine positive Lebensperspektive erhalten, bauen etwas auf im eigenen Land und sind nicht gezwungen in Elend zu leben und vielleicht aus Armut zu flüchten. Jedes dieser Kinder, das durch die ermöglichte Ausbildung einen Beruf erlernt und einen Job findet, unterstützt mit seinem Einkommen eine Großfamilie....und... ...wir finden, dass jedes Kind auf dieser Erde genügend zu essen, gut behandelt werden und die Möglichkeit auf Schulbildung erhalten sollte.
Eine kleine Geschichte - von Matrona - eines unserer Waisenkinder. Diese Kinder auf dem Foto, wurden im Jahr 2010 im REC aufgenommen. Wir waren gerade vor Ort. Darunter sind Kinder, die man den Armen ihrer toten Mütter entnommen hatte.
Ganz vorne ist Matrona zu sehen. Die Mutter von Matrona, schwerstens körperlich behindert, wurde von 3 Männern brutalst vergewaltigt. Als dann Matrona geboren wurde, konnte sie nicht von ihrer Mutter versorgt werden - ihre Großmutter, selbst in aller ärmlichsten Verhältnssen lebend, nahm sie auf und kümmerte sich um sie, solange sie konnte. Als dies nicht mehr möglich wahr nahm Rose Matrona bei sich, im REC, auf. Als wir sie das erste mal sahen, war sie völlig in sich gekehrt, lächelte nie, spielte nicht mit anderen Kindern und starrte nur vor sich hin....
Jedes Jahr, als wir sie wieder sahen, hatte sie sich ein bißchen verändert, wurde offener und schließlich spielte und lachte sie mit den anderen Kindern. Sie tat sich schwer in der Schule und lange Zeit nahmen wir alle an, sie wäre geistig etwas zurückgeblieben.
Aber hier irrten wir alle. Langsam lernte sie mehr und mehr zu vertrauen, öffnete immer mehr ihr Herz, ihren Geist und ihren Verstand. Sie wurde eine zunehmend gute Schülerin.
Und das ist so wichtig. In vielen Ländern dieser Erde haben arme Kinder keine Chance auf Bildung - und Mädchen schon gar nicht - und das im 21 Jahrhundert...
Heute ist Matrona eine unserer 3 jungen Student*innen, die die Uni besuchen.
Jacob studiert Massenkommunikation, Marygoreth und Matrona studieren Rechnungswesen und Wirtschaft.
auf dem Foto sind zu sehen Matrona, Jakob, Marygoreth
... und ja, das ist es Wert - jedes Geld und jede Zeit - das gibt uns so viel zurück - und macht uns glücklich!
...und hier sind schon die nächsten Kids, die den Abschluß der Primary School (7. Klasse) geschafft haben - herzlichen Glückwunsch.
Bitte helft weiterhin mit - vielleicht gibt es in Eurer Verwandschaft oder im Freundeskreis die eine oder andere Person, die gerne für einige Zeit eine Patenschaft übernehmen würde
Ein großes Dankeschön Euch allen, für Euer beständiges Engagement - Eure ehrenamtliche Mitarbeit - Eure Patenschaften für die Waisen und Eure finanzielle Unterstützung

wir wünschen allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und senden herzliche Grüßen aus der Fränkischen Schweiz

Friederike und Thomas "...möge Friede auf Erden sein..." Friederike Klein - ProjektleiterinThomas Kovacic - 1. VorsitzenderAnam Cara Network e.V.
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